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Eine Welt-Projekt
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Eine Welt Projekt 2006 bis 2010



Projektpartnerschaft „Asomdwee-Skull - Kindergarten in Bolgatanga/Ghana”

Kindergartenarbeit in BolgatangaSeit Beginn des Jahres 2006 unterstützen wir ein Kindergartenprojekt von Pater Joseph Dadzie in Navrongo-Bolgatanga im Nordosten Ghanas. Der Spiritanerpater Joseph ist vielen Gemeindemitgliedern gut bekannt und inzwischen ans herz gewachsen, seit er mehrfach auch über längere Zeit zunächst als Gast, dann als Kaplan zur Aushilfe in unserer Pfarrgemeinde lebte und arbeitete. Nach Abschluss des Lizenziates wurde Pater Joseph von seinen Ordensoberen in eines der ärmsten Gebiete Ghanas geschickt. Auch wenn Ghana ein politisch recht stabiler afrikanischer Staat mit einer funktionierenden parlamentarischen Demokratie ist, sind vor allem die nordöstlichen Regionen nach wie vor geprägt von Not und Armut, die vor allem durch die klimatischen Verhältnisse bedingt ist. Von Dezember bis Mai ist es dort in der regenfreien Zeit um 40 Grad Celsius heiß und wenn der Regen, der von Juni bis September fallen sollte, ausbleibt, herrscht eine solche Trockenheit, dass die Bevölkerung Hunger leidet, weil sie als Bauern auf Regen angewiesen sind.

Verpflegung für die Kinder in BolgatangaDie Gemeinde Sankt Peter und Paul, in der Pater Joseph tätig ist, liegt in dieser nordöstlichen Provinz etwa 100 km und damit 2 Autostunden mit einem 25 Jahre alten, ständig reparaturbedürftigen Geländewagen von der nächst größeren Stadt Bolgatanga und 1100 km von der Hauptstadt Accra entfernt. Die Pfarrgemeinde, die erst vor wenigen Jahren gegründet wurde und sich mit verschiedenen Nebenstationen über ein Gebiet von ca. 50 mal 60 km erstreckt, hat keinen eigenen Stromanschluss, keine Wasserleitung und fast kein Straßennetz. Nur das Missionshaus hat einen Zugang zu einem etwa 2 km entfernten Brunnen. Da Benzin mit umgerechnet 5 € /Liter sehr teuer ist und also alleine die allwöchentlich notwendige Fahrt nach Bolgatanga und zurück insgesamt 40 € kostet, benutzt Pater Joseph für Fahrten zu den Außenstationen oft ein Fahrrad, das ihm von einem unserer Gemeindemitglieder geschenkt wurde. Die hygienischen Bedingungen ohne sauberes Wasser beschreibt Pater Joseph selbst als katastrophal, so dass viele Kinder und Erwachsene an Infektionserkrankungen sterben, die durch verschmutztes und eigentlich nicht trinkbares Wasser hervorgerufen wurden.

Die Gemeinde besteht inzwischen aus etwa 200 Erwachsenen und ungezählten Kindern, bei der letzten alljährlichen Tauffeier in der Osternacht wurden alleine 65 Menschen getauft. Viele dieser Kinder sind Söhne und Töchter von sehr jungen Müttern, andere leiden unter Geschlechtskrankheiten, etliche auch an AIDS. Nicht selten bekommen Mädchen bereits im Alter von neun Jahren Kinder, weil - so Pater Joseph - weder sie selbst noch ihre Eltern ausreichend über die Risiken von ungeschütztem Geschlechtsverkehr informiert sind.
Da in der Region solch eine Armut herrscht, dass die Erwachsenen vor allem damit beschäftigt sind, sich um das tägliche Essen zu kümmern, bleiben die vielen Kinder oft unbeaufsichtigt, sitzen lustlos herum, laufen planlos durch das Dorf oder streiten miteinander, wie sie es – so Pater Joseph – bei ihren Eltern gesehen haben. Zwar gibt es eine Lehrerin im Dorf, bisher fand der eher rudimentäre Unterricht aber unter einem Baum statt, so dass viele der Jungen und Mädchen weder ausreichend lesen noch schreiben lernen.

Pater Joseph in BolgatangaUm die Situation vor allem der Kinder zu verbessern, hat sich Pater Joseph zur Aufgabe gemacht, in diesem Dorf einen Kindergarten zu bauen, in dem die Kinder Grundzüge der Hygiene und vor allem auch etwas darüber lernen, wie man friedlich miteinander umgehen und Konflikte lösen kann, ohne dass aus einem Kartenspiel eine blutige Familien- oder Stammesfehde entsteht. Kinder in BolgatangaZiel dieses Kindergartens und der angeschlossenen Grundschule ist es daher, nicht nur die katholischen, sondern alle Kinder des Dorfes, also auch die muslimischen und diejenigen, deren Eltern den in diesem Teil Ghanas sehr verbreiteten animistischen Naturreligionen angehören, zu betreuen und ihnen dabei auch das Evangelium näher zu bringen.

Inzwischen konnte mit einigen Spenden aus unserer Pfarrgemeinde und einer weiteren Gemeinde in Haan, in der Pater Joseph letztes Jahr tätig war, so viel Baumaterial beschafft werden, dass der Rohbau weiter fortgeschritten ist, als vor einem Jahr zu hoffen war. Etwa 25 bis 30 Gemeindemitglieder in Bolgatanga treffen sich jeden Samstag und jeden Sonntag und oft auch an Montag- und Mittwochnachmittagen, um an dem Kindergarten mit insgesamt drei großen Räumen und einer Küche zu bauen. Dringend erforderlich ist als nächstes, einen Wasseranschluss zu legen, bevor es an den Innenausbau des Kindergartens gehen kann.

Zusammen mit den Gemeindmitgliedern in der Pfarrgemeinde dort hat Pater Joseph auch bereits überlegt, wie der Kindergarten heißen soll. Der Name „Asomdwee-Skull“ zeigt ganz deutlich, welches Ziel Pater Joseph Dadzie neben Bildung und Verbesserung der medizinischen Situation erreichen möchte. Übersetzt aus Buli, der Gur-Sprache, die im Nordosten Ghanas von insgesamt etwa 150.000 Menschen gesprochen wird, heißt das: „Friedensschule“. In ihr sollen Kinder lernen und erfahren, wie man nicht nur unter Christen sondern auch unter Menschen verschiedener Religionen friedlich miteinander leben kann.

Kindergartenbau in BolgatangaDer Pfarrgemeinderat sich zur Aufgabe gemacht, in den nächsten vier Jahren mit den Erlösen aus Fastenessen und Pfarrfest, Patrozinium und sonstigen Aktionen dieses Projekt in Ghana finanziell zu unterstützen. Außerdem können Einzelspenden über die Niederlassung des Spiritanerordens in Deutschland eingezahlt werden, für die selbstverständlich Spendenbescheinigungen ausgestellt werden: Missionsprokur Knechtsteden; 41540 Knechtsteden; Deutsche Bank 24 Köln; BLZ 370 700 24; Kto 1227271; Kennwort: Pater Dadzie/Bolgatanga, Ghana, Kindergartenbau.



Kontakt
Gertrudis Peters
Telefon: (02241) 33 80 90
Beatrix Gronen
Telefon: (02241) 5 24 82


Eine-Welt-Verkauf

In unserer Gemeinde gibt es den „Eine Welt Verkauf” vor den drei Kirchen (jeweils einmal monatlich Samstag und Sonntag nach den Gottesdiensten). Verkauft werden fair gehandelte Produkte aus vielen Ländern der sogenannten Dritten Welt, die alle mit dem Transfair-Siegel versehen sind. Erwerben können Sie dort köstliche Schokoladen, Honig, Kaffee, Tee, Kakao und vieles mehr. Bei allen größeren Festen der Gemeinde wird das Warenangebot ebenfalls ausschließlich aus der Dritten Welt erweitert. Die Verkaufstermine werden im Terminkalender angekündigt. Normalerweise findet der Verkauf in Niederpleis am 1. Wochenende im Monat, in Buisdorf am 2. Wochenende und in Birlinghoven am 3. Wochenende statt. Änderungen sind jedoch möglich und werden in den Pfarrnachrichten angekündigt.

Kontakt
Birlinghoven
Rosemarie Müller
Telefon: (02241) 33 34 27

Buisdorf
Beatrix Gronen
Telefon: (02241) 5 24 82

Niederpleis
Beatrix Gronen
Telefon: (02241) 5 24 82

E-Mail: E-Mail pfarrgemeinderat@martinus-online.de